Unterschätze nicht die Power, wenn sich Frauen im Unternehmen echt unterstützen. Meine Erfahrungen als junge Assistentin bis hin zu Geschäftsführerin, haben gezeigt, dass weibliche Unterstützung massive Vorteile als Individuum bringen als auch für das Unternehmen selber.

Jedoch zu Beginn durfte ich zuerst die Schattenseite kennenlernen: Als junge Assistentin, dachte ich mir, dass Frauen grundsätzlich schnell Kontakt herstellen und sich unterstützen würden. Ich glaubte, dass Frauen auf allen Ebenen des Berufslebens, wenn wir “angekommen” sind, schnell Partei ergreifen würden. Der Mangel an fRauen an der Spitze sah ich eher als Pipeline-Problem, nicht als kulturelles Problem. Motiviert und mit jugendlicher Blindheit ausgestattet, suchte ich nach Unterstützung bei weiblichen Kolleginnen, das Gefühl der Schwesternschaft in der Mission. Am Arbeitsplatz fand ich dies nur selten in der Realität.

Im ersten Jahr, bat ich die einzige Senior-Level Managerin, mit mir zu Mittag zu essen – immer und immer wieder. Bis sie eines Tages mir kühl ins Gesicht antwortete: “Mädchen – Schau, hier gibt es nur Platz für eine weibliche Partnerin. Du und ich werden keine Freundinnen sein.” Wie zurückgelassen im triefenden Regen, stand ich mit offenen Mund da.

Sie hatte das negative Bild der Frau an Top Position voll bedient: Entweder verführerisch und dubios in high heels in die Führungsetage gekommen zu sein oder die kühle, abweisende Managerin, die von keiner anderen erreicht werden darf. Leider agierte diese Frau komplett aus dem Ratio – Senior-level Managerfrau, welche eine jüngere Frau unterstützt, gibt den Glanz ihrer eigenen Performance ab. Laut einer Studie von 2016 in der Academy of Management Journal werden die Leistungsbeurteilungen tatsächlich verringert.

Doch warum dieses abweisende Verhalten? Distanziert sich die weibliche Führungskraft von der jüngeren Frau, um vielleicht von ihren männlichen Kollegen besser akzeptiert zu werden? Eine Studie in the Leadership quarterly besagt, dass dieses Verhalten eine Antwort auf das Ungleichgewicht an der Spitze ist,  und nicht die Ursache. Der Versuch, sich von einer marginalen Gruppe zu separieren, ist leider eine häufig angewandte Strategie.

Es ist leicht zu glauben, dass es nur wenig Platz für Frauen gibt an der Spitze. Die Studie besagt sogar, dass Frauen an der Führungsspitze eher die Ungleichheit im Unternehmen (unbewusst) unterstützen. Die Konsequenz dieses Bienen-Königinnen Verhalten ist, Gender Diskriminierung und Vereinsamung am Arbeitsplatz. Wohl ist dieses Phänomen nicht nur bei Top Managerinnen zu beobachten, sondern auch anderen marginalen Gruppen zu finden.

Um nicht in die gleiche Falle zu treten und neue Wege als weibliche Führungskraft, um eine Schwesternschaft innerhalb eines Unternehmens profitabel umzusetzen, lohnt es sich ein Gespräch mit der Leadership Expertin Patricia D. Trenkler zu führen. In ihren 20 Jahren hat sie einige männliche, wie weibliche Führungskräfte auf neue Wege begleitet um als Führungskraft agil und mit frischer Freude, den Führungsalltag zu bewältigen.

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