Die Kernergebnisse des gerade veröffentlichten Berichts des Forschungsverbunds AES Adult Education Survey, der auf mehr als 7.000 Interviews beruht, gibt den Druck immer à jour im Beruf sein zu müssen wieder, der sich die Beschäftigten ausgesetzt sieht. Jeder zweite der Beschäftigten zwischen 18 und 64 Jahren haben 2016 an mindestens einer Maßnahme der betrieblichen Weiterbildung teilgenommen. Erfreulicherweise zeigen sich kaum Unterschiede nach Alter oder Geschlecht: 50% der befragten Männer und 48% der befragten Frauen haben sich beruflich weitergebildet im letzten Jahr.

KARRIERE DANK WEITERBILDUNG

Die Weiterbildungsquoten unterscheiden sich jedoch nach Betriebsgröße, Qualifikationsniveau und beruflicher Stellung. Die Grund Nummer 1 für die Investition von Zeit und Geld ist das erwerben von zusätzlichen Qualifikationen und der Wille eine Führungsaufgabe zu übernehmen oder Fähigkeiten zu verbessern. Denn die Ansprüche an die Führungskräfte von heute sind enorm gestiegen.

WER BEZAHLT?

Wer in einem Unternehmen mit mindestens 250 Mitarbeitern Vollzeit und unbefristet angestellt ist, hat die Möglichkeit laut Studie, dass die Kosten der Weiterbildungsmaßnahme übernommen werden. Auch um Kosten zu senken, werden interne Veranstaltungen zusammengestellt. Sobald aber Spezialistenwissen für das Entwickeln von Führungskräfte verlangt wird, schauen sich die Personalabteilungen auf den öffentlichen Trainermarkt um. Die Auswahl ist gross und oft unübersichtlich.

“Nur 11% entscheiden selber”

Gerade 11 % der Beschäftigten überlässt die Auswahl der Weiterbildung nicht fremden Händen und bevorzugt die freie Wahl. Die individuellen berufsbezogenen Weiterbildungsaktivitäten werden von 55 Prozent selber getragen und bei den betrieblichen sieben Prozent. Die selbstgetragenen Kosten variieren Durchschnittlich von 500-20’000 Euro je nach Art und Position. Der wichtigste Grund, warum sich die Befragten für eine Weiterbildung entschieden haben: Sie erwarten, dass sie ihre beruflichen Tätigkeiten besser ausüben können. Aber auch eine höhere Leistungsfähigkeit sowie bessere Karrierechancen spielen hier eine entscheidende Rolle.

FLEXIBILITÄT DANK NEUER FORMATE

Die Hälfte der Bildungsaktivitäten nutzt bereits digital gestützte Formate und es wird zukünftig mehr. Kein Wunder aufgrund der steigenden Anforderungen und Voraussetzung der Flexibilität. Die physische Präsenz an einer Weiterbildungsinstitution beansprucht zusätzliche Zeitressourcen für den Weg, die viel lieber ins Studium investiert wird. Zudem kommt die Kompatibilität mit dem Zeitmanagement der Familie oder Freizeitaktivitäten in die Quere. Aus diesem Grunde sind digital gestützte Formate im Vormarsch und erobern den Trainermarkt.

NEUE GRÜNDE FÜR BERUFLICHE QUALIFIZIERUNG

Im Gegensatz zur letzten Studie AES 2012 werden neue bezeichnende Gründe für berufliche Qualifizierung erfasst. Mittlerweile an der Tagesordnung ist die Einführung von Chance-Prozessen, sodass die eigene Agilität in den Vordergrund rückt  („wegen organisatorischer bzw. technischer Veränderungen bei der Arbeit“. Mit dem steigenden Druck, Mehrfachbelastungen sowie die Enttabuisierung von Burnout, wollen die Menschen die Bremse ziehen bevor es zu spät ist oder eine neue Balance zwischen Mensch Führungskraft und Privatperson ( „um zu erfahren, wie ich gesünder leben kann“).

Mit Abstand am häufigsten (57% der Weiterbildungsaktivitäten) wurde als Grund für eine Weiterbildungsteilnahme genannt, eine berufliche Tätigkeit besser ausüben zu können . An 2. und 3. Stelle wurden mit nahezu gleich hohen Anteilwerten zwei persönliche Gründe genannt: sein Wissen bzw. seine Fähigkeiten zu einem persönlich interessierenden Thema zu erweitern (37%) und Kenntnisse bzw. Fähigkeiten zu erwerben, die im Alltag genutzt werden können (36%).

Gezielt die beruflichen Chancen zu verbessern gaben 29 Prozent der Befragten an. Ebenso wichtig ist die Sicherung des Arbeitsplatzes und aber auch die Aussichten auf eine neue Arbeitsstelle oder Position innerhalb des Unternehmens. Insgesamt zeigt sich, dass bei vielen Weiterbildungsaktivitäten zwar berufsbezogene Gründe im Vordergrund stehen, diese aber oftmals zusammen mit persönlichen Gründen genannt werden.

“Gezielt bessere Chancen”

Bei knapp 40 Prozent der Weiterbildungsaktivitäten, für die als Teilnahmegrund die bessere Ausübung der beruflichen Tätigkeit angegeben wurde, steht gleichzeitig die eigene Horizonterweiterung im Fokus. Das Erwerben von Wissen bzw. Fähigkeiten zu einem interessierenden Thema, die ebenso wichtig und nutzbar im Alltag sind. So profitiert, mit der Ausbildung und Verfeinerung der Menschenkenntnisse und Umgangsweisen mit Mitmenschen, nicht nur der Führungsalltag sondern auch die Liebsten in unserem Umfeld stellen einen merklichen Unterschied fest.

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